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Lesen Sie hier den Rückblick auf das Pilgerjahr 2025
von unserem Pilgerbegleiter Norbert Glatthor
Samstagspilgern
In diesem Jahr führte uns der Weg von Bielefeld nach Paderborn, in 5 Etappen, jeweils am 1. Samstag im Monat. Durch den Teutoburger Wald und die Senne ging es sehr abwechslungsreich durch Wälder, durch Wiesen und Felder, an Bächen und Seen entlang, über schöne weiche Waldwege und harten Asphalt, durch Sand und durch Pfützen, wir überquerten verkehrsreiche Straßen und waren dann wieder in ganz ruhigem Gelände.
Meist hatten wir die Gelegenheit, zu Beginn einer Etappe eine Kirche aufzusuchen. In St. Michael in Sennelager wurden wir sogar mit Glockengeläut empfangen. Das hatten wir in den letzten 4 Jahren noch nicht erlebt. Wir wurden überaus freundlich in dieser schön gestalteten Kirche empfangen.
Das Thema, was uns durch den ganzen Pilgerweg begleitete, war das Leitwort „Pilger der Hoffnung“, das der Papst zu Anfang des Heiligen Jahres ausgerufen hatte.
Hoffnung ist ein vielgebrauchtes Wort im Alltag. Jeder Mensch trägt in sich große und kleine Hoffnungen. Die Hoffnung ist ein sicherer und fester Anker der Seele. Ohne Hoffnung würde uns die harte Wirklichkeit lähmen. Wenn sie fehlt, würden wir in Resignation erstarren, würden verbittern.
In vielen Psalmen wird von der Erfahrung erzählt, dass Gott durch alle Krisen hindurch sein Volk nicht im Stich lässt. Es heißt dort: Denn von Ihm kommt meine Hoffnung. Er allein ist mein Fels und meine Rettung, meine Festung.
Im Hohelied der Liebe werden Glaube, Hoffnung und Liebe benannt, die christlichen Kardinaltugenden. Jeder Mensch hat wohl eine tiefe Sehnsucht danach, in einer Welt der Selbstoptimierung, in der Solidarität bröckelt, in der alles durchgetaktet und geplant ist.
Im Taizé-Brief „Hoffen über alle Hoffnung hinaus“ wird der Frage nachgegangen, wie wir neue Hoffnung in uns nähren können, wenn sie zerbrochen ist. Das Gebet kann die Wellen der Mutlosigkeit durchbrechen und Kraft zum Durchhalten verleihen. In der Gemeinschaft Gleichgesinnter können wir uns gegenseitig stärken und in Brüderlichkeit und Solidarität leben. Um Hoffnung zu bewahren, sind wir aufeinander angewiesen.
Als Christen haben wir allen Grund, unser Leben in Hoffnung zu gestalten. Wir sind aufgerufen, die Hoffnung weiterzugeben, zu Orten zu gehen, wo Hoffnung besonders vonnöten ist. Dort Hoffnung zu verbreiten, wo es Menschen nicht gut geht.
Nach Pausen mit kleinen Impulsen, Gedankenanstößen, gingen wir eine Zeitlang im Schweigen. Es ist sehr angenehm, in einer Gruppe schweigend zu gehen. Im Schweigen können wir ganz bei uns selbst sein, die Natur und Landschaft intensiver wahrnehmen und viel mehr Tiefe erfahren, als wenn wir im Außen abgelenkt sind. Beim gleichmäßigen Gehen ordnen sich die Gedanken neu. Man ist verbundener mit sich selbst und gleichzeitig geborgen in der Pilgergruppe.
Ein weiteres Element unseres Pilgerwegs waren Achtsamkeitsimpulse, um uns zu öffnen für die Wahrnehmung des Göttlichen in der Natur. Dazu gehörten Atemübungen, Körpergebete, das bewusste Sehen, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen, des Bodens, des Windes, der Sonne, der Bäume, …
Hatten wir das ganze Jahr über eher freundliches und sonniges Wetter, erwischte es uns dann aber bei der letzten Etappe. Es regnete mehr oder weniger den ganzen Tag. Doch das kann Pilger nicht aufhalten, gut gerüstet mit Poncho, Schirm und Jacke ging es gut gelaunt weiter. In Paderborn im Dom anzukommen, war für uns alle schon etwas Besonderes. Wir sammelten uns vor dem Portal und gingen ganz bewusst durch das Paradiesportal hinein zum Kreuz der Hoffnung. In der Krypta des Doms hatten wir die abschließende Andacht.
Nachtpilgern
Das Nachtpilgern Anfang Juli in einer der kürzesten Nächte im Jahr war sicher ein Höhepunkt. Wir fuhren mit dem Bus nach Oerlinghausen, und beobachteten den Sonnenuntergang auf dem Tönsberg. An der Hünenkapelle ließen wir Weihrauch aufsteigen, und wer wollte, wurde gesegnet. Nun brach die Nacht herein, der Halbmond schien mit ein wenig Licht. Wir verzichteten weitgehend auf Taschenlampen, um die Nacht mit allen Sinnen als solche zu erfahren. Glühwürmchen leuchteten im Gebüsch. Ab und zu hörten Geräusche von Tieren und sahen leuchtende Augenpaare im Dunkeln.
Fast die ganze Zeit gingen wir im Schweigen, um uns auf uns selbst in der Nacht zu konzentrieren. Gegen morgen kamen wir an der Sparrenburg an, setzten uns müde auf die Ergo-Liegen und warteten auf den Sonnenaufgang. Wenngleich die Sonne durch die Wolken verdeckt war, war es doch wunderschön mit warmen Farben.
Abschließend frühstückten wir zusammen in der Klosterwohnung.


Pilgerwochenende im Bergkloster Bestwig
Zum Abschluss des Sommerhalbjahres gab es ein Pilgerwochenende im Bergkloster Bestwig. Wir pilgerten den Weg zum Kloster in Meschede und wieder zurück nach Bestwig, einmal die Süd- und dann die Nordroute. Wir folgten den gut gekennzeichneten Wegen, die auch auf der Webseite www.von-kloster-zu-kloster.de dokumentiert sind. Zwischendurch gibt es immer wieder Stationen mit Impulsen. Abends hatten wir Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein.
Feierabendpilgern
Das Feierabendpilgern am ersten Freitagabend im Monat gibt es das ganze Jahr – auch im Winter! Dabei gehen wir eine kleine Runde mit spirituellem Impuls, ca. 1 ½ Stunden. Wir treffen uns dazu um 18:00 h am Eingang der St. Jodokus-Kirche.
Im nächsten Jahr beginnt das Samstagspilgern wieder im April. Einzelheiten werden Anfang des Jahres 2026 auf dieser Webseite bekanntgegeben.













